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Betrieblicher Umweltschutz

Die aktuelle Klimaschutzdebatte macht es deutlich: Die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist von elementarer Bedeutung. Der betriebliche Umweltschutz stellt deshalb einen Grundpfeiler unserer unternehmerischen Verantwortung dar. Von den eingesparten Kosten durch eine zunehmend effizientere Ressourcennutzung profitiert die WestLB schon seit Jahren: Wir konnten den Rohstoffverbrauch und zugleich unsere Emissionen und Abfälle spürbar senken. Seit Januar 2011 bezieht die WestLB AG ihren Strom an allen deutschen Standorten zu 100 Prozent aus Wasserkraft.

Umweltmanagement

Auch beim Umweltmanagement verbessern wir uns stetig: Seit dem Jahr 2007 lassen wir die deutschen Standorte nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifizieren. 2010 wurde unser Umweltmanagement erfolgreich rezertifiziert. Damit bestätigen uns die Umweltauditoren, dass die WestLB ihre Umweltauswirkungen systematisch analysiert und an deren kontinuierlichen Verringerung arbeitet. Auch bei unserer Treibhausgas-Bilanz erfüllen wir internationale Standards und richten uns am „Greenhouse Gas Protocol“ aus. Das heißt: Wir rechnen sowohl direkte wie indirekte Emissionen in unsere Treibhausgasbilanz ein. Zu den direkten Emissionen trägt vor allem die Nutzung fossiler Energieträger bei, die indirekten entstehen bei der Produktion von Strom und Fernwärme. Unter die erweiterten indirekten Emissionen fallen vor allem die des Geschäftsreiseverkehrs.

Gebäudemanagement

Als Bank ist für uns vor allem der Energieverbrauch unserer Häuser und Filialen von Interesse. Ausschlaggebend für ein effizientes Energiemanagement unserer Standorte sind die Gebäudearchitektur und die technische Ausstattung der Bürogebäude. Bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen achten wir deshalb auf niedrige Betriebs- und Energiekosten sowie weitere ökologische Aspekte.. Vor Anmietung neuer Objekte führen wir einen Umweltcheck für Immobilien durch. Im Zuge der energetischen Sanierung unseres größten Gebäudes in Düsseldorf konnten wir seit Abschluss der entsprechenden Arbeiten Mitte 2008 Einsparungen von rund 30 Prozent im Vergleich zu den Jahren bis 2003 realisieren. Das eingeführte Energiemanagementsystem stellt durch zahlreiche Maßnahmen die Realisierung von Einsparpotentialen sicher. Um Strom in der IT zu sparen, überprüft die WestLB derzeit unter anderem die Möglichkeit einer zentralen PC-Abschaltung.

Mobilität

Ein erheblicher Teil der durch die WestLB emittierten CO2-Emissionen geht auf Dienstreisen zurück. Im Jahr 2010 haben die Mitarbeiter der WestLB Deutschland AG im Durchschnitt 7.851 Kilometer an Dienstreisen zurückgelegt, eine deutliche Reduktion gegenüber dem Vorjahr (2009: 8.887 Kilometer/Mitarbeiter). Bei den Mitarbeitern der WestLB International wurden im Durchschnitt 17.187 Kilometer zurückgelegt, was vor allem auf einen hohen Fluganteil von 96 Prozent zurückzuführen ist. Um die Emissionen aus dem Geschäftsverkehr weiter zu verringern, werden die Mitarbeiter zur verstärkten Nutzung von Videokonferenzen ermuntert.

Bereits seit 2004 stärkt unsere modifizierte Reisekostenrichtlinie die Schiene gegenüber dem Luftweg. Als Anreiz, im täglichen Berufsverkehr Bus und Bahn zu nutzen, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz Düsseldorf ein verbilligtes Jobticket nutzen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an anderen WestLB Standorten erhalten entsprechende Zuschüsse. Für unsere Mitarbeiter haben wir zudem 2010 eine betriebsinterne Mitfahrzentrale über das Intranet eingerichtet.

Ressourcen- und Abfallmanagement

2010 verbrauchte die WestLB AG Deutschland 166,7 Tonnen Papier, das sind pro Mitarbeiter durchschnittlich 45,7 Kilogramm und damit eine deutliche Reduktion gegenüber dem Vorjahr (2009: 56,1 Kilogramm). Die Recyclingpapierquote konnten wir 2010 erhöhen – sie stieg von 43,7 Prozent auf 52,2 Prozent. Bis Ende 2012 wollen wir diesen Anteil auf 75 Prozent steigern.

Im Rahmen unseres neuen Abfallmanagements erfassen wir sämtliche Abfallarten und deren Mengen und setzen verstärkt Maßnahmen zur Abfallvermeidung um. Das Gesamtabfallaufkommen in Deutschland stabilisierte sich 2010 mit 1.938 Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres (2009: 1.938 Tonnen). Ein Grund dafür ist die Aufgabe einiger angemieteter Gebäude im Berichtszeitraum, die zu einer kurzfristigen Erhöhung der Abfallmengen führte. Grundsätzlich müssen aber weitere Anstrengungen unternommen werden, um die verbesserte Trennung der Abfallfraktionen auch zur Reduktion der Gesamtabfallmengen zu nutzen.

 

Nachhaltige Betriebsrestaurants

Seit ihrer Bio-Zertifizierung im Jahr 2003 trägt die Düsseldorfer Kantine den Hinweis „Mahlzeiten aus ökologischer Agrarwirtschaft“. Mit der Erhöhung des Anteils von Nahrungsmitteln aus ökologischem Anbau leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche produziert der ökologische Landbau rund 60 Prozent weniger CO2 als der konventionelle. Die Wirtschaftsdienste der WestLB setzen sich darüber hinaus sehr für die regionale Wirtschaft ein: Ein großer Teil der Waren stammt von Produzenten aus der Umgebung.

Biologische Station - Schloss Krickenbeck

Im Jahr 1988 übernahm die WestLB AG das verfallene niederrheinische Schloss Krickenbeck mit angrenzenden 95 Hektar Forsten, um sie in das Naturschutzgebiet Krickenbecker Seen einzugliedern, und richtete dort eine „Biologische Station“ ein. Nach der aufwändigen Restaurierung wurde aus Schloss Krickenbeck ein hochwertiges Tagungshotel mit einem erstklassigen Event-, Kongress- und Beratungsangebot sowie Bildungsprogramm.

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